Tiefere Fußrasten an der R 1300 GS Adventure: Was ist mit Excenterstift und Schalthebel?

Tiefere Fußrasten an der R 1300 GS Adventure: Was ist mit Excenterstift und Schalthebel?
Wer von der R 1250 GS Adventure auf die neue R 1300 GS Adventure umsteigt, will oft nicht bei null anfangen. Gerade wenn die Ergonomie am alten Bike nach viel Feintuning endlich gepasst hat, ist der Wunsch verständlich, bewährte Anbauteile einfach mitzunehmen. Genau diese Frage stellt sich aktuell ein Fahrer im GS-Forum: Er hatte an seiner R 1250 die tiefergelegten Fußrasten mit dem Ergo-Comfort-System von Wunderlich verbaut und dazu passend den Clever Lever sowie einen tieferen Fußbremshebel montiert. Die Fußrasten selbst lassen sich mechanisch offenbar auch an der R 1300 GS Adventure weiterverwenden. Offen bleibt aber, ob dafür zusätzlich der Excenterstift von Wunderlich und ein verstellbarer Schalthebel notwendig sind.
Warum die Frage überhaupt relevant ist
Tiefergelegte Fußrasten verändern nicht nur die Position deiner Füße, sondern die gesamte Bedienkette von Fußbremse und Schaltung. Wenn die Rastenplatte tiefer wandert, ändert sich der Winkel, in dem Bremshebel und Schalthebel zu deinem Fuß stehen. Bleibt der Hebel an seiner ursprünglichen Position, kannst du ihn im Zweifel nicht mehr sauber erreichen oder musst den Fuß unnatürlich verdrehen, um Druckpunkt und Schaltweg zu treffen. Genau dafür gibt es Bauteile wie den Excenterstift: Er erlaubt es, die Position des Bremshebels am Fußbremszylinder fein zu justieren, unabhängig von der Rastenhöhe. Ein verstellbarer Schalthebel funktioniert nach demselben Prinzip auf der anderen Seite, nur eben für die Schaltwelle statt für den Bremszylinder.
Was sich zwischen R 1250 und R 1300 geändert haben kann
Die eigentliche Herausforderung bei solchen Umbauten liegt selten an der Fußraste selbst, sondern an der Schnittstelle zum restlichen Motorrad. Auch wenn die Aufnahmepunkte für die Ergo-Comfort-Rasten baugleich oder zumindest kompatibel sind, kann sich die Geometrie von Bremszylinder, Schaltwelle und Hebeln zwischen den Baureihen unterscheiden. BMW hat an der 1300er GS etliche Details am Fahrwerk und an der Peripherie überarbeitet, auch wenn viele Kernkomponenten optisch ähnlich wirken. Das bedeutet: Selbst wenn die reinen Rastenkörper mechanisch passen, muss das nicht automatisch heißen, dass auch die alten Ausgleichsteile wie Excenterstift oder Schalthebel eins zu eins übernommen werden können, oder dass sie überhaupt noch nötig sind, weil sich der Ausgangswinkel am neuen Modell bereits anders darstellt.
Genau an diesem Punkt setzt die Unsicherheit im Forum an. Solche Kompatibilitätsfragen werden oft erst durch die Erfahrung von Fahrern geklärt, die den Umbau bereits ausprobiert haben, oder durch genaues Nachmessen am eigenen Fahrzeug.
Worauf du achten solltest, wenn du das Gleiche vorhast
Falls du selbst überlegst, deine Ergo-Comfort-Fußrasten von der R 1250 auf die R 1300 GS Adventure zu übernehmen, lohnt es sich, vor dem Kauf zusätzlicher Teile erst einmal die reine Rastenmontage durchzuführen und dann im Stand zu prüfen, wie Bremshebel und Schalthebel in Relation zur neuen Fußposition stehen. Erst wenn sich zeigt, dass der Bremshebel zu hoch oder zu tief liegt, um ihn komfortabel und sicher zu bedienen, macht der Excenterstift wirklich Sinn. Gleiches gilt für den Schalthebel: Wenn die Schaltwege nach der Rastenmontage noch stimmen, brauchst du unter Umständen gar keinen zusätzlichen verstellbaren Hebel.